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Preisträger 2011

Die Preisträger des SWEN Software Engineering Preises
für Bachelorarbeiten 2011


Den SWEN Software Engineering Preis 2011 für Bachelorarbeiten für besondere Leistungen zum Thema Software Engineering erhalten die folgenden Informatik-Abschlussarbeiten:


Andreas Klein, Marco Regniet

ZHAW
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Institut für angewandte Informationstechnologie
Für die Arbeit "Konstruktion einer Entwicklungsumgebung bzw. Frameworks zur Adaption von Software"

Begründung:
Bei der Bachelorarbeit der Herren Klein und Regniet ging es um die Adaption existierender Software an individuelle Kundenwünsche. Normalerweise entsteht dadurch für jeden Kunden je eine spezielle Softwareversion. Diese vielen Varianten sind mit der Zeit weder technisch noch wirtschaftlich wartbar.
Am Institut für angewandte Informationstechnologie (InIT) wurde ein Verfahren zur Beschreibung von Adaptionen entwickelt. In sogenannten Adaptlets werden die Änderungen auf der Meta-Ebene der gewählten Programmiersprache festgehalten. Die so entstehenden XML-basierten Adaplets sind aber sehr kryptisch und deshalb eher mühsam zu komponieren.
Die vorliegende Bacherlorarbeit erlaubt es dem Software-Entwickler, in seiner gewohnten graphischen Arbeitsumgebung (hier konkret Eclipse) Adaptionen vorzunehmen. Im Hintergrund entstehen, für den Entwickler unbemerkt, die Adaplets, welche die Änderungen gegenüber der ursprünglichen Software festhalten.
Die Leistung der beiden Absolventen ist sehr vielfältig: Sie mussten sich in die schwierige und lausig dokumentierte Plugin-Architektur von Eclipse einarbeiten, was viel Phantasie und Auffassungsgabe braucht. Dank ihrem präzisen und virtuosen Umgang mit den Elementen und Mitteln des Software Engineering und einer sehr professionellen Programmierung konnten sie die anspruchsvolle Aufgabe überhaupt bewältigen. Ein wirkliches Meisterstück der Abstraktion gelang den Studenten durch die Konstruktion eines sogenannten A-Modells. Dieses erlaubt die problemlose Integration der Klassen der Adaption in das Business-Modell von Eclipse.
Daneben sind als weitere bemerkenswerte Aspekte der Arbeit zu nennen:
  • die schön gelungene Aufteilung der Dokumentation in ein Benutzerhandbuch und die Projektdokumentation.
  • eine selbst entwickelte Metapher zur Förderung des Verständnisses für Nichtinformatiker
Mit dem Adaptlet-Visualizer ist es uns gelungen ein Werkzeug zu erschaffen, das Adaptlets erstellt, ohne dass die Entwickler genaueres über die dahinter liegende Technologie (der Adaption und Adaptlets) wissen müssen.
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Dominic Fischer, Daniel Jordi

BFH
Berner Fachhochschule
Technik und Informatik
RISIS, Security Lab
Für die Arbeit "Malflare"

Begründung:
In der Bachelor-Arbeit Malflare wurde die statische und dynamische Codeanalyse zum Aufspüren und der Analyse von Malware auf neuartige Weise kombiniert. Die Machbarkeit wurde anhand eines Prototypen demonstriert.
Die Studierenden habe in ihrer Bachelor-Arbeit ihre Fähigkeit, sich mit einer komplexen Aufgabenstellung auseinanderzusetzen, sie zu analysieren, um danach eine geeignete Lösung zu finden, bestens unter Beweis gestellt. Die Schwierigkeit der Arbeit bestand darin, sich in die Tiefen der Maschinencodes zu begeben, das Zusammenspiel dieser zu verstehen, um so geeignete Lösungsansätze zu finden und zu kombinieren. Das Resultat ist eine sauber programmierte Lösung, welche für ausgewählte Situationen aussagekräftige Analysen ergibt. Das Pflichtenheft, der Projektplan, das Projekttagebuch so wie weitere Themen sind Zeugnis einer reifen Leistung.
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Morier Philippe, Weber Martin

HRS
Hochschule für Technik Rapperswil
Informatik
Für die Arbeit: "Timber! Implementierung einer Distributed Hash Table mittels Baumstruktur"

Zusammenfassung:
Oft werden Daten zentral auf einem Server gespeichert. Ein solcher Ansatz hat den Nachteil, dass beim Ausfall des Servers alle Daten nicht mehr verfügbar sind. Ein zentraler Server ist zudem gefährdet durch eine hohe Anzahl gleichzeitiger Zugriffe. Ohne weitere Massnahmen ist ein zentraler Server nicht skalierbar. Um eine skalierbare Lösung zu gewährleisten, ist eine dezentrale Speicherung der Daten notwendig. Eine Lösung besteht in der Verwendung einer Distributed Hash Table (DHT). Bisherige Implementationen von DHTs verwenden oft eine ringförmige Vernetzung der Computer. Damit in einer ringförmigen Netzstruktur eine effiziente Suche nach einem einzelnen Computer möglich ist, sind komplexe Erweiterungen bzw. Algorithmen notwendig. Ziel dieser Bachelorarbeit war es, eine DHT zu implementieren, welche als Netzstruktur einen Binary Search Tree (BST) verwendet. Zusätzlich soll das System Redundanz, Ausfallsicherheit und Lastverteilung unterstützen. Eine weitere Anforderung war es, dem Benutzer eine einfache und leicht verwendbare Benutzerschnittstelle zur Verfügung zu stellen.
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Wir gratulieren den Preisträgern!

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